Sonntag, 6. Juli 2008

Maui - I survived Red Sand Beach

Um eure Frage vorwegzunehmen: Nein, ich habe den weltberühmten Sonnenaufgang nicht gesehen. Da Martin aber die Strapazen, beginnend mit dem schrillenden Wecker um 2:30 Uhr auf sich genommen hat und mir die Bilder gerne zur Verfügung stellt, kann ich euch an diesem wohl einmaligen Naturereignis, aufgenommen vom Haleakala National Park, teilhaben lassen.

Für diesen Tag haben wir uns aber noch einiges vorgenommen. Die Fahrt nach Hana, zu einem absoluten Geheimtipp, den Red Sand Beach. Die Fahrt führt uns 80 km nach Osten. Eigentlich ein Katzensprung, wir brauchen aber fast 2 Std. denn 50 km der Strecke geht es zumeist auf einspurigen Strassen, unzähligen Serpentinis und engen Brücken nur mühsam voran. Oftmals ist eine Geschwindigkeit von mehr als 10 mph nicht erlaubt. Kein Wunder, dass diese Strecke als Hölle auf Rädern verschrien ist. Die Strecke ist aber einmalig, denn man passiert Wasserfälle, durchquert den Regenwald und hat einen Blick auf die wilde Lavaküste.






.......irgendwo im Nichts machen wir Rast um ein frisches Bananenbrot zu essen.



Irgendwie kommen wir dann in die Nähe vom Red Sand Beach in Kaihalulu an. Nur sind wir nochnoch nicht am Ziel, denn die nächste Herausforderung wartet auf uns. Denn wir müssen noch ca. 15 Minuten zu Fuss zurücklegen können um unsere Handtücher ausbreiten zu können. Zuerst geht man über einen Acker und folgt einem ausgetretenen Trampelpfad neben den Klippen. Für jemanden in Flip Flops, mit Höhenangst und Meniskusriß nicht zu empfehlen. Dummerweise erfülle ich alle diese Kriterien, aber ich nehme die Herausforderung an. Und tatsächlich, zum teil auf allen Vieren, gelingt es mir zum Strand vorzudringen.








Der Strand ist wirklich etwas besonderes. Der rote Strand entstand durch den erodierten, granatroten Sand rund um den Aschekegel. Und Platz hat man hier auch. Mehr als insgesamt 10 Personen (inkl. uns beiden) haben hier nicht ihre Handtücher ausgelegt. Ich bin klitschnass geschwitzt von den Strapazen des "Trampelpfades" und benötige erst einmal eine Abkühlung im grünblauen Pazifik.






Aufgrund der längeren Rückfahrt entschließen wir uns gegen 16:00 Uhr wieder aufzubrechen. Diesmal fahren wir anders herum um so hoffentlich Zeit zu sparen. der Weg führt uns vorbei an den Seven pools. Dieses sind Wasserfälle und Teiche, die miteinander verbunden sind. Wir nehmen uns die Zeit und fahren um auch hier ein paar Schnappschüsse festzuhalten. Aber auch dazu gilt es erst einmal 10 Min. Fussweg zurückzulegen. Aber jetzt kann mich nichts mehr schocken.



Angekommen an den Wasserfällen deutet ein großes Schild darauf hin, dass Springen von den Klippen in den Teich verboten ist. Gut, dass sich alle daran halten.







Wir setzen unsere Fahrt fort und müssen feststellen, dass die Entscheidung die Fahrt in die andere Richtung aufzunehmen nicht gut war, denn nach ca. 20 km deutet ein Schild darauf hin, dass die Strasse wegen möglichen Gefahren vor herabfallenden Steinen gesperrt ist. Wir müssen also umkehren. Dies kostet eine gute dreiviertelstunde. Irgendwann haben wir es aber geschafft und Martin hat das wirklich klasse gemeistert. Ich glaube ja auch, dass Bergziege auf polynesisch "Martin" heißt.

Wir kommen durch Paia und entschließen uns in einem der Lokale zu essen. Als wir das Lokal betreten wissen wir aber noch nicht was da auf uns wartet: Bio-Pizzen. Naja, wir lassen uns darauf ein, aber Pizza stelle ich mir trotzdem irgendwie anders vor.
Irgendwann sind wir dann wieder im Hotel. Erschöpft, aber mit tollen neuen Eindrücken. Aufgrund der frühen Abfahrt am nächsten Morgen (so vermuten wir) halten wir auch nicht mehr lange durch.

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