Montag, 28. Juli 2008

Business incubator tour

Der heutige Montag hat uns nach dem arbeitsreichen Vormittag eine am Nachmittag eine gern genommene Abwechslung beschert. Dieses Mal führte der Weg nicht zur Vorlesung in die Uni, sondern unser Dozent hat sich für den heutigen Tag eine Besichtigung bei seinem ehemaligen Arbeitgeber, einem Unternehmen, dass Microenterprises bei der Verwirklichung ihrer Geschäftsidee unterstützt, vereinbart. Um dort hin zu gelangen mussten wir mit dem Bus der Linie 1 eine ca. 30 minütige Fahrtzeit ins tiefste Chinatown antreten. Die Firma die es zu finden galt heißt "Pacific Gateway Center". Nichts ahnend, dass die Hinfahrt bereits zum Erlebnis wird. Denn als an der Busstation das Firmenschild auftauchte habe ich einfach mal vorgeschlagen auszusteigen, nicht wissend dass es sich hierbei lediglich um das Administration Department der Firma handelt. Als wir das dann festgestellt hatten war der Bus auch schon wieder Weg und wir setzten unseren Weg zunächst zu Fuß zurück. Als wir dann auch noch auf unseren Mitkommilitonen Adam trafen, der sich auch verirrt zu haben schien und nach ca. 20 Minuten gemeinsamen Fußmarsch, entschied sich Adam unseren Dozenten anzurufen, der vorschlug uns von einer Bushaltestelle abzuholen, wo wir auch warteten.

Nach zehn Minuten Wartezeit wurden wir dann auch standesgemäß in einem deutschen Wagen Marke Mercedes abgeholt. Tja, einige Amerikaner wissen halt unsere zuverlässigen Fabrikate zu schätzen.

Im Incubator Center angekommen wurden wir sehr freundlich empfangen und anschließend nach einigen einführenden Worten durch die Räumlichkeiten geführt. Dieser business incubator ist hauptsächlich auf den kulinarischen Bereich fokussiert und so wurden wir durch die zu mietenden Küchen und die Computerräume geführt. Nebenher wurden allerhand Erklärungen geliefert, die wirklich einen tieferen Einblick in dieses business ermöglichten. Abschließend wurden uns dann noch, wie kann es bei der Fokussierung auf den kulinarischen Bereich, Essen und Trinken gereicht. Joy Barua, unser Dozent hatte bereits auf der Hinfahrt angeboten uns wieder nach Hause zu fahren. Auf dem Parkplatz hatten wir dann Gelegenheit beim Warten auf unseren Fahrer einige Schnappschüsse zu machen, wobei wir auch die "andere Seite" Hawaiis noch einmal deutlicher zu sehen bekamen.

Als wir auf der Rückfahrt feststellten, dass Joy Barua, bei seiner Ankunft auf Hawaii vor 12 Jahren, im selben Gebäude gewohnt hatte wie wir für diese drei Monate endete die Autofahrt in einem regen Dialog mit der obligatorischen "Hang loose" Verabschiedung.

Am Abend wurde dann noch weiter kräftig am Portfolio für unseren Kunden gebastelt, so dass der wohlverdiente Feierabend noch ein bißchen auf uns warten musste.

Am Donnerstag steht dann die nächste Klausur in Investment Analysis an. Ich hoffe nur das die heutige Meldung über die Milliardenverluste von Merrill Lynch unseren Dozenten nicht veranlassen wegen anhaltender schlechter Laune die Klausuraufgaben weiter zu erschweren, aber wir werden sehen. (Info zu Merrill Lynch aus Börse Online von heute: Die Serie schlechter Nachrichten aus dem Finanzsektor reißen nicht ab: Merrill Lynch muss im dritten Quartal 5,7 Milliarden Dollar auf sein Wertpapierportfolio, vor allem auf CDOs abschreiben. Das sind strukturierte Papiere, die mit Hypothekenkrediten unterlegt sind. Wegen der Krise des US-Häusermarkts klettern die Zahl der Hypotheken, die in Zahlungsrückstand sind, und die Zwangsversteigerungen rasant. Deswegen fällt der Wert der CDOs rapide. Die herben Abschreibungen zwingen Thain, erneut Kapital bei Investoren einzusammeln. Diesmal sind es 8,5 Milliarden Dollar.)

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