Nach unserer spektakulären Rückkehr nach Oahu stand von Montag bis Freitag die Woche wieder ganz im Zeichen der Universität, denn schließlich sind wir ja zum studieren hier. Am Montag wurden wir von Joy Barua noch einmal auf unsere bevorstehenden Aufgaben eingeschworen. Da kommt eine Menge auf uns zu. Zuerst soll ein individueller Business-Plan erarbeitet werden und da wir dann ja schon einmal im Thema sind, kommt als nächstes die Erarbeitung eines Start Up-Unternehmens in Gruppenarbeit auf uns zu mit Präsentation einschließlich Videoanalyse. Die Partner hat unser Professor dabei zugelost und ich werde mit Adam, einem amerikanischen Kommilitonen, hoffentlich unsere Shrimp-Farm zum Laufen bringen.
Weiterhin haben wir die vorlesungsfreie Zeit dazu genutzt unseren Artikel für die S-Hochschule in Angriff zu nehmen. Dabei haben wir unseren Fokus auf ein heimisches Unternehmen, nämlich Dole, gelegt und werden die Geschichte dieses Unternehmens sowie seine Entwicklung und den Einfluss auf die hiesige Wirtschaft darstellen. Auf Englisch, versteht sich doch von selbst.
Am Mittwoch dann Bergfest. Ja, ihr hört richtig. Mittlerweile bin ich bereits sechs Wochen auf Hawaii. Die Zeit vergeht echt wie im Flug.
Am Donnerstag dann die Überraschung. Philip Viehl, unser Professor in Investment Analysis, hat doch tatsächlich unsere Midterms dabei, korrigiert und benotet. Lag es daran, dass die Korrektur recht schnell ging?! Denn sowohl Martin als auch ich haben das nächste A kassiert und können uns wohl stolz als Bond-Experten bezeichnen. Da hat sich der Aufwand der vergangenen Woche wenigstens gelohnt.
Weiterhin wurden wir an diesem Tage noch mit einer Software vertraut gemacht, die es uns ermöglichen soll, alle (wirklich alle) Aktien des amerikanischen Marktes zu analysieren. Denn unsere Aufgabe besteht darin einen Anleger eine Anlagestrategie, unter Berücksichtigung der Gesetze der Asset Allocation, vorzuschlagen. Dafür haben wir $ 1.000.000 zur Verfügung.

Für das Wochenende haben wir uns dann bei Advantage, der Autovermietung unseres Vertrauens, mal wieder einen Mietwagen geliehen. Bei der hat Martin übrigens ein kostenloses Mietwagenwochenende rausgeholt, weil die sich den Lapsus erlaubt haben in den Voucher noch ihre alte Adresse einzutragen, obwohl die schon im Dezember 2007 umgezogen sind. Super gemacht Martin.
Freitag um zwölf also zur Autovermietung und bewaffnet mit Schnorchel gleich weiter zur Hanauma Bay Nature Preserve, das Paradies für Schnorchel Fans, das östlich vom Diamond Head liegt. Vor 6000 Jahren stürzte hier eine Wand des Koko-Head Kraters hier ins Meer und seitdem trennt ein Riff das flache Gewässer vom tiefen Ozean. Im Wasser tummeln sich tausende leuchtend gefärbter Tropenfische. Auch Elvis Presley war hier schon zugegen und drehte Teile seines Films Blue Hawaii.Und da die Sonne an diesem Tage extrem brannte und Sonnenschutz 20 (Gruß an meinen Hautarzt) wohl nicht ausreichend war, habe ich neben den tollen Eindrücken der Unterwasserwelt gleich noch einen Sonnenbrand von diesem Tag davongetragen. Immerhin bin ich jetzt nicht mehr als Deutscher zu erkennen sondern eher als Engländer (ob das allerdings besser ist…Grüße an Marc Boughton)

Am Samstag war dann eigentlich das Sommerfest des International Centers unserer Universität geplant. Was heißt eigentlich…..es hat stattgefunden. Aber der Strand von Waikiki, an dem das ganze stattgefunden hat, war an diesem Tag aufgrund des überwältigenden Wetters so überfüllt, dass wir nach einer fast zweistündigen, verzweifelten und am Ende erfolglosen Parkplatzsuche uns entschlossen haben unsere ersten Shopping Erlebnisse zu verfolgen. Dafür sind wir nach Waipahu gefahren, die einstige Zuckerstadt der Insel. Dort offerieren viele bekannte Unternehmen (z.B. Puma, Adidas, Hilfiger, u.v.m) ihre verbilligten Waren in einer Art Kleinstadt. Das eine oder andere haben wir dann auch mitgenommen. Martin braucht u.a. neue Flip Flops, da seine nach unserem "Überlebenskampf" am Red Sand Beach auf Maui schon fast durchgelaufen waren.

Am Sonntag standen dann zwei weitere „Sehenswürdigkeiten“ der Insel auf unserem Programm. Am morgen zog es uns an die Windward Side von Oahu in den Sea Life Park. Dieser liegt zwischen Berg und Meer und ist der einzige Ort auf der Welt, wo man einen Wholfin (eine Mischung aus Wal und Delphin) bestaunen kann. Das könnten wir uns doch nicht entgehen lassen. Für $ 21 Eintritt (wieder einmal hat uns der Studentenausweis eine Ermäßigung eingebracht – das Ding ist echt Gold wert) haben wir uns Karten besorgt um in einer echten Rifflandschaft mit Haien, Rochen und diversen Tropenfischen auch die Attraktion, nämlich die Delphine, zu bewundern. Allerdings war es doch ein wenig enttäuschend. Zwar haben wir eine ansprechende Delphin-Show zu sehen bekommen, aber insgesamt ist dieser Park doch sehr klein, zwar hübsch anzusehen, aber der Eintrittspreis absolut überteuert.





Als wir dann nach ca. 1 ½ Stunden alles gesehen hatten (inkl. einer halbstündigen Delphin-Show) haben wir uns aufgemacht zum absoluten Highlight des Wochenendes. Wir hatten nämlich für 15:00 Uhr eine zweistündige Quad Tour (oder ATV, wie die Gefährte hier heißen) für $ 75 pro Person auf der Kualoa Ranch gebucht. Um dort aber hinzukommen, mussten wir vorerst noch eine Fahrtzeit von einer ¾ Stunde in Kauf nehmen. Diese hat sich aber mehr als gelohnt. Die Kualoa Ranch liegt im Kawaawa-Tal und wurde dadurch bekannt, dass hier unzählige Filmaufnahmen für die unterschiedlichsten Filme gedreht wurden (u.a. Jurassic Parc, Godzilla, 50 erste Dates und die Fernsehserie Lost, um nur einige zu nennen). Nach einer kurzen Videoeinführung wurden wir mit unserem ATV vertraut gemacht und los gings. Zwei Stunden durch eine atemberaubende Landschaft gespickt mit holprigen Wegen und Wasserlöchern, die den Spaßfaktor zusätzlich deutlich erhöht haben. Insgesamt bestand unsere Gruppe aus ungefähr 12 Abenteurern. Ich immer dicht hinter Martin, wollte mich ja nicht abhängen lassen.



Ich habe ja schon große Füsse, aber der von Godzilla ist doch nur unbedeutend größer als mein Fußabdruck.





Doch ich hätte wohl besser etwas mehr Abstand gehalten, denn nun weiß ich was es bedeutet Staub zu fressen. Aber das war es wert und duschen können wir ja im Appartment, auch wenn uns die Leute am Aufzug schon komisch angeschaut haben, so verstaubt wie wir waren.


Morgen bringen wir dann den Wagen zurück und dann heißt es wieder Fahrt aufnehmen für das Studium, denn die nächsten Wochen stehen ganz im Zeichen von Portfolioanalysen, Business-Plänen und Gruppenarbeiten.