Montag, 28. Juli 2008

Business incubator tour

Der heutige Montag hat uns nach dem arbeitsreichen Vormittag eine am Nachmittag eine gern genommene Abwechslung beschert. Dieses Mal führte der Weg nicht zur Vorlesung in die Uni, sondern unser Dozent hat sich für den heutigen Tag eine Besichtigung bei seinem ehemaligen Arbeitgeber, einem Unternehmen, dass Microenterprises bei der Verwirklichung ihrer Geschäftsidee unterstützt, vereinbart. Um dort hin zu gelangen mussten wir mit dem Bus der Linie 1 eine ca. 30 minütige Fahrtzeit ins tiefste Chinatown antreten. Die Firma die es zu finden galt heißt "Pacific Gateway Center". Nichts ahnend, dass die Hinfahrt bereits zum Erlebnis wird. Denn als an der Busstation das Firmenschild auftauchte habe ich einfach mal vorgeschlagen auszusteigen, nicht wissend dass es sich hierbei lediglich um das Administration Department der Firma handelt. Als wir das dann festgestellt hatten war der Bus auch schon wieder Weg und wir setzten unseren Weg zunächst zu Fuß zurück. Als wir dann auch noch auf unseren Mitkommilitonen Adam trafen, der sich auch verirrt zu haben schien und nach ca. 20 Minuten gemeinsamen Fußmarsch, entschied sich Adam unseren Dozenten anzurufen, der vorschlug uns von einer Bushaltestelle abzuholen, wo wir auch warteten.

Nach zehn Minuten Wartezeit wurden wir dann auch standesgemäß in einem deutschen Wagen Marke Mercedes abgeholt. Tja, einige Amerikaner wissen halt unsere zuverlässigen Fabrikate zu schätzen.

Im Incubator Center angekommen wurden wir sehr freundlich empfangen und anschließend nach einigen einführenden Worten durch die Räumlichkeiten geführt. Dieser business incubator ist hauptsächlich auf den kulinarischen Bereich fokussiert und so wurden wir durch die zu mietenden Küchen und die Computerräume geführt. Nebenher wurden allerhand Erklärungen geliefert, die wirklich einen tieferen Einblick in dieses business ermöglichten. Abschließend wurden uns dann noch, wie kann es bei der Fokussierung auf den kulinarischen Bereich, Essen und Trinken gereicht. Joy Barua, unser Dozent hatte bereits auf der Hinfahrt angeboten uns wieder nach Hause zu fahren. Auf dem Parkplatz hatten wir dann Gelegenheit beim Warten auf unseren Fahrer einige Schnappschüsse zu machen, wobei wir auch die "andere Seite" Hawaiis noch einmal deutlicher zu sehen bekamen.

Als wir auf der Rückfahrt feststellten, dass Joy Barua, bei seiner Ankunft auf Hawaii vor 12 Jahren, im selben Gebäude gewohnt hatte wie wir für diese drei Monate endete die Autofahrt in einem regen Dialog mit der obligatorischen "Hang loose" Verabschiedung.

Am Abend wurde dann noch weiter kräftig am Portfolio für unseren Kunden gebastelt, so dass der wohlverdiente Feierabend noch ein bißchen auf uns warten musste.

Am Donnerstag steht dann die nächste Klausur in Investment Analysis an. Ich hoffe nur das die heutige Meldung über die Milliardenverluste von Merrill Lynch unseren Dozenten nicht veranlassen wegen anhaltender schlechter Laune die Klausuraufgaben weiter zu erschweren, aber wir werden sehen. (Info zu Merrill Lynch aus Börse Online von heute: Die Serie schlechter Nachrichten aus dem Finanzsektor reißen nicht ab: Merrill Lynch muss im dritten Quartal 5,7 Milliarden Dollar auf sein Wertpapierportfolio, vor allem auf CDOs abschreiben. Das sind strukturierte Papiere, die mit Hypothekenkrediten unterlegt sind. Wegen der Krise des US-Häusermarkts klettern die Zahl der Hypotheken, die in Zahlungsrückstand sind, und die Zwangsversteigerungen rasant. Deswegen fällt der Wert der CDOs rapide. Die herben Abschreibungen zwingen Thain, erneut Kapital bei Investoren einzusammeln. Diesmal sind es 8,5 Milliarden Dollar.)

Sonntag, 27. Juli 2008

Eine Woche Isolationshaft

...so sah unsere Woche überwiegend aus. Bis Freitag gab es nur durch die Vorlesungen und den täglichen Gang zu einer der unzähligen Restaurants in der Umgebung Abwechslung. Ansonsten wurde wirklich hart gearbeitet und das Ergebnis kann sich wirklich sehen lassen. Der individuelle Businessplan (ein Fitness-Stdio, was sonst bei meinem sportlichen Engagement), der Gruppen-Businessplan (die Shrimpfarm) und die Videoanalyse des Films "Boiler Room" auf seine unternehmerischen Aussagen sind fertiggestellt. In dieser Woche konnte man allerdings auch den Fokus verstärkt auf die Uni richten, denn typisches Hamburger Wetter lud nicht zum sonnenbaden ein und somit gab es von der Seite keine Ablenkungen zu befürchten. Die Ablenkung kam vielmehr von den durchgeführten Renovierungsarbeiten an der Gebäudefassade. Der Lärmpegel, verursacht durch eine Art Presslufthammer, der eingesetzt wurde um die Außenfassade zu bearbeiten, war wirklich ohrenbetäubend und wurde zudem noch teilweise in Höhe unserer Etage durchgeführt.
Aber irgendwann war bei den bevorstehenden Aufgaben auch das egal und es ging an die Arbeit. Dabei mussten unzählige Quellen recherchiert werde, so dass es nicht ausblieb, denn Lernbereich in eine Art Schlachtfeld zu verwandel.



Am Samstag war dann alles fertiggestellt, so dass wir uns neue Ziele setzen konnten....und das Ziel hieß Waikiki. Dort hat es uns in die Diskothek Senor Frog verschlagen. Das Problem aber: auf Hawaii bestimmt überwiegend R&B und Hip-Hop die Musikszene.....und ich höre doch so gerne Schlager!!!!
Naja, man soll ja neue Wege gehen und so habe ich mich einfach drauf eingelassen. Und der Abend kann mit Bestimmtheit als gelungen bezeichnet werden.


Heute, am Sonntag dann aber auch schon wieder arbeiten für die Uni. Denn immerhin will unser Investor ja eine Million US-Dollar anlegen. Und wir wollen unseren Dozenten von Merrill Lynch nicht enttäuschen, denn der hat z.Zt. vermutlich andere Baustellen, bei dem was rund um seine Firma gerade so passiert. Also, erste Annahmen über die BIP Entwicklung und die Veränderungen der Zinssätze für die nächsten 12 Monate recherchiert und getroffen und auf gehts an das Computerprogramm von Morningstar um aus dem gesamten Aktienuniversum der USA nun die passenden Aktien rauszufinden. Das wird noch eine zähe Arbeit, denn am Ende sollten es so um die 60-70 Aktien bei einem prozentualen Anteil von ca. 650.000 US-Dollar sein. Und dafür müssen diese auf unterschiedlichste Kennzahlen analysiert werden. Hinzu kommt noch ein Anteil an Bonds. Dafür haben wir am Donnerstag ca. 50 Seiten mit Bonds bekommen....es soll ja nicht langweilig werden.
Nachdem also auch hierfür der Startschuss gefallen ist war Martin noch schnell bei Safeway um für das abendliche Barbecue einzukaufen. Es gab Burger.



Und so endet diese Woche an dieser Stelle. Morgen steht dann in Entrepreneur ein Besuch bei einer Incubator Firma im Herzen von China Town an.....und ansonsten Portfolioarbeit, Portfolioarbeit, Portfolioarbeit.

Dienstag, 22. Juli 2008

It's raining cats and dogs

Der Startschuß für die heiße Phase hat begonnen. Die nächsten Wochen werden echt arbeitsintensiv. Da bietet es sich an, dass das Wetter nicht zum Sonnenbaden einlädt und man nicht auf andere Gedanken kommt. Wir haben Hamburger Wetter und Oahu gleicht einer Waschküche, aber als Hamburger ist man nach den heißen Tagen in der letzten Zeit selbst dafür dankbar.

Am Morgen galt es den letzten Feinschliff an die Case Study in Entrepreneurship zu legen. Thema dieses mal waren sog. Business Incubators (Incubator bedeutet soviel wie Brutkasten). Allerdings ging es hier um die Beschreibung von Unternehmen die in der Start- und Gründungsphase Unternehmen bei der Etablierung ihrer Geschäftsidee unterstützen. Dabei war wieder einmal viel Researcharbeit gefordert die wir zum einen am heimischen Laptop erledigt haben aber auch die Ressourcen der hiesigen Universität genutzt haben und diesbezüglich das Computerzentrum aufgesucht haben.
Als dieses dann erledigt war stand auch schon der nächste Termin an. Um 13:00 Uhr habe ich nämlich einen Termin mit meinem amerikanischen Kommilitonen Adam, mit dem ich zusammen in den nächsten Wochen an der Erarbeitung und Etablierung eines Geschäftsmodells für eine Shrimp-Farm (typisch für Hawaii - und vorgegeben durch unseren Dozenten Joy Barua) arbeiten werde. Um mich darauf einzustimmen noch schnell auf dem Rückweg vom Computerzentrum zum Vietnamesen und fried rice mit shrimps mitgenommen, denn mit leerem Magen studiert es sich nicht gut.

Überpünktlich war Adam dann auch schon da und wir haben die ersten Schritte und Arbeitspakete verteilt. Dabei übernimmt er verstärkt die Researcharbeit während ich mich um das Zahlenwerk und die Marketingarbeit kümmern werde.
Um 17:15 Uhr dann Vorlesung in Entrepreneurship. Hier haben wir weitere Tipps für die Ausarbeitung unseres Gruppen-Business-Plans erhalten und haben dann im Anschluß an eine rege Diskussionsrunde den Film "Boiler Room" geschaut. Diesen gilt es jetzt in Hinblick auf die unternehmerischen Aussagen zu analysieren.
Die nächsten Tagen stehen klar im Zeichen des Business Plans. Bin nur froh, dass ich anscheinend einen Mitstreiter in meiner Gruppe habe (wurde durch unseren Dozenten zugelost), der das Thema auch ernst nimmt. Leider hatte nicht jeder dieses Glück.

Freitag, 18. Juli 2008

Shopping-time

11:24 Uhr: Der Bus der Linie 42 setzt sich in Bewegung zur Ala Moana Shopping Mall. Nach einer ca. 10 minütigen Busfahrt haben wir unser Ziel für den heutigen Tag erreicht. Unsere Kreditkarten gezückt starten wir unsere Odysee.

Um sich eine Vorstellung über die Größe zu machen hier einige Erklärungen:

Das Ala Moana Center ist das größte Freiluft-Einkaufszentrum der Welt in der Hauptstadt Honolulu im US-Bundesstatt Hawaii. Das im Jahr 1986 errichtete Einkaufszentrum kostete 25 Millionen US-Dollar und war bei seiner Fertigstellung bis zur Eröffnung der Mall of America das größte Einkaufszentrum der USA. Das Center hat über 290 Geschäfte sowie eine der größten Essensmeile der Erde. Jedes Jahr wird das Ala Moana Center von 56 Millionen Menschen besucht. Die Gesamtfläche der Mall beläuft sich auf 245.000 qm. Zum Vergleich, das AEZ verfügt über ca. 59.000 qm Einkaufsfläche, umfasst also nur ca. 1/4 der Fläche unserer heutigen Abenteuertour.

Mit den Pflichtaufgaben wurde gestartet. Schließlich brauchte auch ich endlich neue Flip-Flops, denn auch meine haben nach der Survival Tour auf Maui erste Auflösungserscheinungen gezeigt. Das war einfach. Nun aber weiter, neue Chucks......hmmmhh, nicht ganz so leicht, denn immerhin habe ich ja eine nicht ganz alltägliche Schuhgröße, aber wer fleißig sucht wird auch belohnt....und wir waren fleißig.
Natürlich, Abercrombie & Fitch, ein absolutes Pflichtprogramm und 1 1/2 Stunden später waren wir auch schon wieder draußen.

Dann Halbzeit, stärken.....und aus der Erfahrung heraus haben wir uns für den beliebten Anlaufpunkt Bubba Gum entschieden, benannt nach dem Krabbenfischer aus dem Film "Forrest Gump". Immer wenn man wünscht, dass die Bedienung anhält, hat man die Möglichkeit das Schild von "Run Forrest Run" in "Stop Forrest Stop" zu wenden.......und wir waren nach den Anstrengungen hungrig und durstig........
Aber nicht zuviel Zeit verlieren, denn ich musste unbedingt nach ins Le Lotus Bleu, einem Exklusivgeschäft von Ed Hardy, Christian Audiger und Affliction......und was noch besser ist, der Inhaber ist Bernie aus Bremen mit dem wir bereits beim ersten kurzen Abstecher zu Beginn unserer Reise Bekanntschaft geschlossen haben. Martin war tapfer und hat sich von Bernie viel anhören müssen über die mangelnde Arbeitseinstellung der Amerikaner und wie schwer es doch ist geeignetes Personal zu finden. Ich habe die Gunst der Stunde genutzt und mich auf die Klamotten gestürzt. Nach abermals 1 1/2 Stunden hatte ich mit Martin ein erbarmen und habe ihn von Bernie erlöst.
Natürlich gab es noch auf dem Weg durch das riesige Einkaufszentrum den einen oder anderen Laden, aber diese hier alle zu nennen würde wohl den Rahmen sprengen. Irgendwann haben wir dann beschlossen, dass es genug ist.
Also auf zur Busstation. Dort fast angekommen, ein letzter Versuch uns einen weiteren finanziellen Stoß zu versetzen. Ein Kosmetikstand von Onsen versuchte uns durch Vorführung ihrer Produktpalette am lebenden Objekt zu überzeugen auch hier noch was zu kaufen. Martin probierte geduldig aus, befand die Produkte aber für nicht sofort kaufwürdig.

18:32 Uhr: Über 7 Stunden später endlich die Tür unseres Appartments. Wir haben es geschafft, kaputt aber glücklich sehen wir nun den Geschehnissen des weiteren Abends entgegen, allerdings ist ein langer Fußmarsch ausgeschlossen, denn dafür haben wir bereits in der Ala Moana Shopping Mall zu viele Kilometer abgerissen. Taxiiiiiiiiiiiii..........

Vorlesung Investment Analysis

Unser Professor Philip Viehl, gleichzeitig Analyst bei Merrill Lynch, war heute nicht gerade besonders gut gelaunt, obwohl das eigentlich keine große Überraschung war. Lag das vielleicht an der folgenden Börsenmeldung?

Vierter Quartalsverlust in Folge

Dämpfer für die Rally im Bankensektor: Der Quartalsverlust der drittgrößten US-Investmentbank von 4,65 Milliarden Dollar war doppelt so groß wie erwartet. Der Konzern muss weitere Vermögenswerte verkaufen.Nachdem die US-Banken Wells Fargo und JP Morgan mit ihren Quartalszahlen Investoren positiv überrascht haben, holen die Zahlen von Merrill Lynch Anleger zurück in die Realität. Auf Grund von Abschreibungen in Höhe von 9,7 Milliarden Dollar hat die drittgrößte US-Investmentbank einen Quartalsverlust von 4,65 Milliarden Dollar verbucht. Das Minus war doppelt so groß wie Analysten befürchtet hatten. Zudem hat sich die Lage gegenüber dem ersten Quartal weiter verschlechtert, als der Verlust bei „nur“ 1,96 Milliarden Dollar lag.Um den Quartalsverlust zu decken, verkauft Merrill Lynch Vermögenswerte wie den Anteil an der Nachrichtenagentur Bloomberg für 4,43 Milliarden Dollar. Denn in der aktuellen Marktphase, in welcher der Aktienkurs abgesehen von kurzen technischen Erholungen im freien Fall ist, ist es äußerst schwierig, Kapital bei Investoren per Kapitalerhöhung einzusammeln.(Quelle: Börse Online)

Martin hat schon mal nachgeschaut, ob er in seinem Rücksack noch ein paar Dollar findet um auch ein wenig von dem Bloomberg Kuchen abzubekommen.
Ich glaube aber sein Angebot ist abgelehnt worden, sonst hätte Martin wohl ein fröhlicheres Gesicht gemacht, als er nach Vorlesungsende noch kurz das persönliche Gespräch gesucht hatte. Aber hey.....das Geld an der Börse ist ja nicht weg....es hat nur jemand anders. Kopf hoch Martin, den Zuschlag haben wohl andere bekommen.
Ansonsten haben wir uns heute ausführlich mit der technischen Analyse von Aktien beschäftigt (Merrill Lynch war aber nicht dabei - wohl auch besser so, denn nach unseren Vorgaben erwartet unser Investor 10-13% Wertzuwachs) und unser Projekt weiter auf den Weg gebracht.

Donnerstag, 17. Juli 2008

Unser Fahstuhl

Wie schon bereits erwähnt wohnen wir im neunten Stock eines Hochhauses in Downtown und da wird das Fahrstuhlfahren gerade mit unserem zu einem Erlebnis. Nicht nur das man immer wieder auf nette, verrückte und mitteilungsbedürftige Menschen trifft.....nein, auch das fahren, wenn er denn mal kommt ist immer wieder eine Herausforderung. Mittlerweile habe ich fünf Minuten mehr eingeplant....Grund unser Fahrstuhl. Ich glaube das nachfolgende Video beschreibt am besten mein Verhältnis zu dem Objekt der dritten Art

Eine Seefahrt die ist lustig......

Von Montag bis Mittwochnachmittag haben wir uns mehr oder weniger in unserem Appartment verbarrikadiert Morningstar Tool für die Vorlesung in Investment Analysis durchzuarbeiten. Da war die Vorlesung am Montagabend in Entrepreneurship eine echte Abwechslung und ebenso erfolgreich. Denn erneut haben Martin und ich für unsere Case Study ein A bekommen.

Um dann am Mittwoch endlich wieder den Kopf freizubekommen haben wir uns entschlossen einen Angelausflug zu machen. Da aber die abendlichen Versuche am Hafen erfolglos verliefen wollten wir diesmal nichts dem Zufall überlassen und haben auf einem Seelenverkäufer angeheuert. Noch bester Dinge bestiegen wir um kurz nach 17:00 Uhr die Sashimi II.

Nach einer kurzen Einleitung durch unseren Skipper liefen wir aus. Eine gute Dreiviertelstunde dauerte die Fahrt bis zu unserem ersten Anlaufpunkt. Die Zeit wurde uns verkürzt durch ein Barbecue, was am bordeigenen Grill zubereitet wurde. Gleichzeitig hatten wir eine wunderbare Aussicht auf Waikiki und den berühmten Diamond Head.


Frisch gestärkt ging es dann an die Angeln. Als Köder wurden Thunfisch-Stücke benutzt und nach und nach zogen Teilnehmer dieser Angeltour (überwiegend Japaner) einen Fisch nach dem anderen aus dem Wasser. Davon ließen wir uns aber noch nicht aus der Ruhe bringen, auch wenn nach einer halben Stunde die Angeln wieder eingeholt wurden um zum nächsten Anlaufpunkt für den großen Fang aufzubrechen.



Aber auch hier das gleiche Bild. Martin und ich gingen leer aus….dieses Spiel wiederholte sich auch am dritten und vierten Anlaufpunkt und so mussten wir erfolglos und auch ein wenig enttäuscht die Heimfahrt antreten. Meine These, „dass es keine Fische im Pazifik gibt“, kann ich nun leider auch nicht mehr aufrecht erhalten, denn der eine odere andere, aber eben nicht wir hat ja sein Erfolgserlebnis gehabt.

Aber wir werden nicht aufgeben und haben uns vorgenommen zumindest einen Fisch pro Personen zu Fangen……und wenn nicht kaufen wir uns einen, lassen uns damit ablichten und verraten es nicht. Seid also weiter gespannt.

Ansonsten möchte ich die Gelegenheit nutzen ein paar Menschen in Hamburg zu grüßen und gute Besserung zu wünschen: Mama, Opa, Stephan, Muck, Andi und Bernd! Ich hoffe es geht Euch bald besser. Ich denke an Euch und sende herzliche Genesungsgrüße.

Sonntag, 13. Juli 2008

Wochenrückblick

Nach unserer spektakulären Rückkehr nach Oahu stand von Montag bis Freitag die Woche wieder ganz im Zeichen der Universität, denn schließlich sind wir ja zum studieren hier. Am Montag wurden wir von Joy Barua noch einmal auf unsere bevorstehenden Aufgaben eingeschworen. Da kommt eine Menge auf uns zu. Zuerst soll ein individueller Business-Plan erarbeitet werden und da wir dann ja schon einmal im Thema sind, kommt als nächstes die Erarbeitung eines Start Up-Unternehmens in Gruppenarbeit auf uns zu mit Präsentation einschließlich Videoanalyse. Die Partner hat unser Professor dabei zugelost und ich werde mit Adam, einem amerikanischen Kommilitonen, hoffentlich unsere Shrimp-Farm zum Laufen bringen.

Weiterhin haben wir die vorlesungsfreie Zeit dazu genutzt unseren Artikel für die S-Hochschule in Angriff zu nehmen. Dabei haben wir unseren Fokus auf ein heimisches Unternehmen, nämlich Dole, gelegt und werden die Geschichte dieses Unternehmens sowie seine Entwicklung und den Einfluss auf die hiesige Wirtschaft darstellen. Auf Englisch, versteht sich doch von selbst.

Am Mittwoch dann Bergfest. Ja, ihr hört richtig. Mittlerweile bin ich bereits sechs Wochen auf Hawaii. Die Zeit vergeht echt wie im Flug.

Am Donnerstag dann die Überraschung. Philip Viehl, unser Professor in Investment Analysis, hat doch tatsächlich unsere Midterms dabei, korrigiert und benotet. Lag es daran, dass die Korrektur recht schnell ging?! Denn sowohl Martin als auch ich haben das nächste A kassiert und können uns wohl stolz als Bond-Experten bezeichnen. Da hat sich der Aufwand der vergangenen Woche wenigstens gelohnt.

Weiterhin wurden wir an diesem Tage noch mit einer Software vertraut gemacht, die es uns ermöglichen soll, alle (wirklich alle) Aktien des amerikanischen Marktes zu analysieren. Denn unsere Aufgabe besteht darin einen Anleger eine Anlagestrategie, unter Berücksichtigung der Gesetze der Asset Allocation, vorzuschlagen. Dafür haben wir $ 1.000.000 zur Verfügung.

Für das Wochenende haben wir uns dann bei Advantage, der Autovermietung unseres Vertrauens, mal wieder einen Mietwagen geliehen. Bei der hat Martin übrigens ein kostenloses Mietwagenwochenende rausgeholt, weil die sich den Lapsus erlaubt haben in den Voucher noch ihre alte Adresse einzutragen, obwohl die schon im Dezember 2007 umgezogen sind. Super gemacht Martin.

Freitag um zwölf also zur Autovermietung und bewaffnet mit Schnorchel gleich weiter zur Hanauma Bay Nature Preserve, das Paradies für Schnorchel Fans, das östlich vom Diamond Head liegt. Vor 6000 Jahren stürzte hier eine Wand des Koko-Head Kraters hier ins Meer und seitdem trennt ein Riff das flache Gewässer vom tiefen Ozean. Im Wasser tummeln sich tausende leuchtend gefärbter Tropenfische. Auch Elvis Presley war hier schon zugegen und drehte Teile seines Films Blue Hawaii.Und da die Sonne an diesem Tage extrem brannte und Sonnenschutz 20 (Gruß an meinen Hautarzt) wohl nicht ausreichend war, habe ich neben den tollen Eindrücken der Unterwasserwelt gleich noch einen Sonnenbrand von diesem Tag davongetragen. Immerhin bin ich jetzt nicht mehr als Deutscher zu erkennen sondern eher als Engländer (ob das allerdings besser ist…Grüße an Marc Boughton)

Am Samstag war dann eigentlich das Sommerfest des International Centers unserer Universität geplant. Was heißt eigentlich…..es hat stattgefunden. Aber der Strand von Waikiki, an dem das ganze stattgefunden hat, war an diesem Tag aufgrund des überwältigenden Wetters so überfüllt, dass wir nach einer fast zweistündigen, verzweifelten und am Ende erfolglosen Parkplatzsuche uns entschlossen haben unsere ersten Shopping Erlebnisse zu verfolgen. Dafür sind wir nach Waipahu gefahren, die einstige Zuckerstadt der Insel. Dort offerieren viele bekannte Unternehmen (z.B. Puma, Adidas, Hilfiger, u.v.m) ihre verbilligten Waren in einer Art Kleinstadt. Das eine oder andere haben wir dann auch mitgenommen. Martin braucht u.a. neue Flip Flops, da seine nach unserem "Überlebenskampf" am Red Sand Beach auf Maui schon fast durchgelaufen waren.

Am Sonntag standen dann zwei weitere „Sehenswürdigkeiten“ der Insel auf unserem Programm. Am morgen zog es uns an die Windward Side von Oahu in den Sea Life Park. Dieser liegt zwischen Berg und Meer und ist der einzige Ort auf der Welt, wo man einen Wholfin (eine Mischung aus Wal und Delphin) bestaunen kann. Das könnten wir uns doch nicht entgehen lassen. Für $ 21 Eintritt (wieder einmal hat uns der Studentenausweis eine Ermäßigung eingebracht – das Ding ist echt Gold wert) haben wir uns Karten besorgt um in einer echten Rifflandschaft mit Haien, Rochen und diversen Tropenfischen auch die Attraktion, nämlich die Delphine, zu bewundern. Allerdings war es doch ein wenig enttäuschend. Zwar haben wir eine ansprechende Delphin-Show zu sehen bekommen, aber insgesamt ist dieser Park doch sehr klein, zwar hübsch anzusehen, aber der Eintrittspreis absolut überteuert.



Als wir dann nach ca. 1 ½ Stunden alles gesehen hatten (inkl. einer halbstündigen Delphin-Show) haben wir uns aufgemacht zum absoluten Highlight des Wochenendes. Wir hatten nämlich für 15:00 Uhr eine zweistündige Quad Tour (oder ATV, wie die Gefährte hier heißen) für $ 75 pro Person auf der Kualoa Ranch gebucht. Um dort aber hinzukommen, mussten wir vorerst noch eine Fahrtzeit von einer ¾ Stunde in Kauf nehmen. Diese hat sich aber mehr als gelohnt. Die Kualoa Ranch liegt im Kawaawa-Tal und wurde dadurch bekannt, dass hier unzählige Filmaufnahmen für die unterschiedlichsten Filme gedreht wurden (u.a. Jurassic Parc, Godzilla, 50 erste Dates und die Fernsehserie Lost, um nur einige zu nennen). Nach einer kurzen Videoeinführung wurden wir mit unserem ATV vertraut gemacht und los gings. Zwei Stunden durch eine atemberaubende Landschaft gespickt mit holprigen Wegen und Wasserlöchern, die den Spaßfaktor zusätzlich deutlich erhöht haben. Insgesamt bestand unsere Gruppe aus ungefähr 12 Abenteurern. Ich immer dicht hinter Martin, wollte mich ja nicht abhängen lassen.




Ich habe ja schon große Füsse, aber der von Godzilla ist doch nur unbedeutend größer als mein Fußabdruck.







Doch ich hätte wohl besser etwas mehr Abstand gehalten, denn nun weiß ich was es bedeutet Staub zu fressen. Aber das war es wert und duschen können wir ja im Appartment, auch wenn uns die Leute am Aufzug schon komisch angeschaut haben, so verstaubt wie wir waren.

Morgen bringen wir dann den Wagen zurück und dann heißt es wieder Fahrt aufnehmen für das Studium, denn die nächsten Wochen stehen ganz im Zeichen von Portfolioanalysen, Business-Plänen und Gruppenarbeiten.