Donnerstag, 14. August 2008

Ich will Lava - Die Reise nach Big Island

Big Island, ist mit 10.450 km² die größte Insel des US Bundesstaates Hawaii. Sie besteht aus fünf großen Vulkanen. Kohala (erloschen) im Norden, Hualalai im Westen (zum letzten Mal im 19. Jahrhundert aktiv), Mauna Kea im Osten (erloschen), Mauna Loa im Süden, und Kilauea im Südosten. Sowohl Mauna Loa als auch Kīlauea sind sehr aktiv, wobei die aktuelle Eruption des Kilauea bereits seit 1983 andauert. Auf Big Island wohnen 122.000 Bewohner.


Der erste Tag: Nach einem vierzig minütigen Flug kamen wir am Flughafen von Big Island an. Der Tradition entsprechen wurden wir mit hawaiianischer Musik und tanzenden Hula Mädchen begrüßt. Nachdem wir unseren Wagen bei Alamo abgeholt hatten ging es zuerst ins Hotel. Hier hat Martin erneut sein glückliches Händchen bewiesen, obwohl wir erst um sechs Uhr abends einchecken konnten. Die insgesamt sehr gepflegte Anlage umfasst neben den zahlreichen und großzügig ausgestatteten Appartements insgesamt acht Pools mit Whirlpool. Allerdings blieb uns dafür nicht wirklich viel Zeit, denn wir hatten ein enormes Programm zu absolvieren. Als wir erfahren hatten, dass wir erst um sechs Uhr einchecken konnten, haben wir uns kurzer Hand entschlossen den Tag zu nutzen um den südlichsten Punkt der USA, den Southpoint, zu anzufahren und auch den Vulkanstrand von Big Island zu besuchen. Aufgrund der Größe der Insel mussten diesbezüglich mehrer hundert km zurückgelegt werden. Auf den Weg machte sich also Martin, Herr Rupp, sein Sohn Alexander als auch meine Wenigkeit. Am Southpoint angekommen überkam es Alexander sich die ca. zehn Meter von den Klippen hinunter ins Meer zu stürzen. Kurzzeitig hatte auch ich daran gedacht, aber Mutti, spätestens wenn ich nach Hause gekommen wäre mit einem Bild von diesem Sprung hättest Du mir die Ohren langgezogen. Außerdem hat mich auch der Mut verlassen………






Danach weitere unzählige km zum Vulkanstrand von Big Island. Der schwarze Sand rührt von dem Vulkangestein her und mit ein bisschen Glück hatten wir auf die im Reisführer beschriebenen Meeresschildkröten gehofft. Tja, und wenn Engel reisen ist das Glück nicht all zu fern.




Zurück im Hotel dann erst einmal einchecken. Mein Zimmer verlief über zwei Etagen, hatte zwei Schlafzimmer und drei Badezimmer. Hatte schon Angst mich darin zu verlaufen. Um noch etwas in den Magen zu bekommen entschlossen wir uns im örtlichen Supermarkt alle Zutaten für ein ausgiebiges Barbecue einzukaufen, denn der Tag hat Hunger gemacht.

Zweiter Tag: Heute stand die gebuchte Vulkantour an. Also machten wir uns auf nach Volcano. Der Hawaii-Volcanoes-Nationalpark ist die größte Attraktion der Insel. Der 1916 gegründete, 9.200 Hektar große Nationalpark umfasst die aktive Vulkanzone der Westflanke des Mauna Loa und des Kīlauea Krater. Uns im Schlepptau startete der eigens für uns gebuchte Reiseführer seine Tour. Insgesamt sieben Stunden ging das Spektakel und mir erschloss sich eine noch nie gesehene Landschaft, beeindruckend, weil so selten und für die Bevölkerung mit so unzähligen Herausforderungen verbunden. Leider hatte die Lava zwei Tage vorher aufgehört zu fließen, aber wir wären wohl eh nicht nah genug herangekommen, aber die Bilder die sich ergeben haben….einfach Wahnsinn. Aber schaut selbst.






Nach unzähligen Fußmärschen durch Lava Röhren und Lava Landschaften nahmen wir dann gegen 17:00 Uhr die Rückreise auf. Hier gilt ein besonderer Dank Martin, der uns die gesamte Woche zielsicher über die Insel gefahren hat. Den Abend ließen wir im Outback, einem guten Steak House ausklingen, denn auch dieses Mal hatte der Tag uns einiges abgefordert. Allerdings hatten wir noch immer keine fließende Lava gesehen.

Tag 3: Das sollte sich heute endlich ändern. Ein gecharterter Helikopter der Gesellschaft Blue Hawaii stand für uns bereit, vier Abenteurer auf der Suche nach der fließenden Lava zu unterstützen. Doch um am Hangar anzukommen mussten wir auch hierfür einige Autostunden in Kauf nehmen. Allerdings gab es eine Sehenswürdigkeit, die wir noch nicht gesehen haben. Die Wasserfälle von Akaka, die nördlich von Hilo, der Hauptstadt von Big Island, liegen. Ein ca.130 Meter hoher Wasserfall lieferte uns bei unserer Ankunft ein beeindruckendes Bild und die Landschaft so völlig unterschiedlich zu der vorher gesehenen Lava-Wüste.



Doch dann ging es auch schon weiter. Immerhin hatten wir für heute ja noch unseren Helikopterflug auf dem Programm, in der Hoffnung die Lava zu sehen. Und tatsächlich. Angekommen bei der Fluggesellschaft wurde uns freudig erklärt, dass die Lava wieder zu fließen angefangen hatte. Wir wurden kurz in die Sicherheitsbestimmungen eingewiesen, erhielten alle eine Nummer für die Sitzplätze im Helikopter und dann ging es auch schon los. 50 Minuten pures Vergnügen und atemberaubende Bilder. Hätte ich allerdings vorher gewusst, dass ein zusätzliches Video des Fluges gedreht wurde, hätte ich nicht solche Grimassen geschnitten. Aber zum Glück könnt ihr ja hier nur die Bilder sehen, den Film, den wir natürlich gekauft haben werde ich vorerst hüten wie meinen Augapfel.








Am Montag früh dann die Rückkehr. Beladen mit so vielen fantastischen Eindrücken zurück ins Appartement. Dort musste ich leider feststellen dass mein Badezimmer unter Wasser stand. Nach diversen Trockenfeudelversuchen führte der Weg am Building Manager nicht vorbei. Dieser nahm das Problem in die Hand und es konnte festgestellt werden, dass ein laufender Wasserhahn in der Etage über mir zu dem Vollaufen meines Badezimmers geführt hatte.

Am Abend dann noch Vorlesung in Entrepreneurship. Hier wurden wir erneut mit jeweils 2 A’s für unsere Lern- und Studienarbeit der letzten Wochen belohnt. Mittlerweile ist auch Land in Sicht und das Ende und Hamburg werden immer greifbarer. An alle die das Lesen, ich freue mich schon auf Euch, schmeißt Eure Diaprojektoren an…..It’s Showtime.

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